In Toronto angekommen war das Wetter wie immer: scheisse. Scheint hier eigentlich auch mal die Sonne? Ich bezweifle es stark... Umso mehr haben wir uns gefreut, das vertraute Hostel vom letzten Mal zu betreten und unser Zimmer zu beziehen. Unsere erste Begegnung - deutsch. So ziemlich alle Gaeste hier scheinen entweder Asiaten, Australier oder Deutsche zu sein, Letztere allerdings in ueberwaeltigender Mehrheit. Besonders viele Deutsche - und sogar zwei Schweizer - haben wir am ersten Abend bei einer Pubtour kennengelernt. Dort habe ich auch eine andere Entdeckung gemacht: ich mag kanadisches Bier. Das darf ich ja eigentlich gar nicht so laut sagen, da ich aus einer Hopfenstadt komme und deutsches Bier nicht so sehr mag - ich mach es jetzt aber trotzdem. Canadian ist echt gut :)
Am naechsten Tag besuchten Liana und ich die University von Toronto, und zwar nicht nur von aussen, sondern auch von innen. Eine Freundin von ihr studiert hier political sciences (unter anderem) und wir hatten die grossartige Moeglichkeit, uns in eine solche Vorlesung mit 800-900 anderen Studenten zu setzen. Das war fuer mich natuerlich besonders spannend, da ich mich sehr fuer Politik interessiere und genau diesen Studiengang naechstes Jahr belegen moechte. Umso besser war, dass es eigentlich nur um deutsche Geschichte ging - und der Professor sogar einige deutsche Begriffe rausgehauen hat, die uns ziemlich zum Grinsen gebracht haben. Die Universitaet hier hat uebrigens ueber 60000 Studenten und setzt sich aus wunderschoenen alten (fuer Kanada zumindest alt) Gebaeuden zusammen. Einen Besuch wert!
Nach den Thousand Islands konnten wir uns die Toronto Islands natuerlich nicht entgehen lassen und erkundeten diese am naechsten Tag. Von dort aus hat man einfach den besten Blick auf die Skyline von Toronto und kann, ganz nah und doch weit weg vom Geschehen, die gruene Natur geniessen. Im Sommer herrscht auf den Islands Hochbetrieb mit Vergnuegungspark und allem Drum und Dran, jetzt im Oktober waren wir allerdings eher alleine dort.
Und was wir uns noch weniger entgehen lassen konnten, war und ist natuerlich der CN Tower. Da wir es das letzte Mal in Toronto nicht geschafft hatten, ihm einen Besuch abzustatten, haben wir das gleich mal nachgeholt. Wir sind kurz vor der Daemmerung hochgefahren und konnten so diesen unbeschreiblichen und einfach fantastischen Ausblick auf die Stadt bei Tag und bei Nacht erleben. Da ich hier (immer noch) keine Bilder hochladen kann, muesst ihr mir das mit dem unbeschreiblich einfach glauben :) (Und euch auf die Bilder im Dezember freuen!) Auch dort trifft man mehr auf deutsche Touristen als auf jede andere Nationalitaet.Am Mittwoch war es dann soweit: Liana musste nach Hause fliegen. Vorher allerdings haben wir uns noch einmal mit ihrer Gastfamilie getroffen und ich wurde noch weiter in die asiatische Kueche eingefuehrt: Sushi. Sogar wieder mit Staebchen! Langsam bin ich voll der Profi :)
Am Flughafen trafen wir auf eine Handvoll anderer Studenten, fuer die es gestern wieder nach Hause ging, und Tim, mit dem ich nun den Rest meiner Reise bestreiten (wahrscheinlich das richtige Wort ;) werde. Mit ihm und einem anderen Deutschen, den wir im Hostel kennengelernt haben, hab ich mich heute gleich mal aufgemacht, um Stiefel zu kaufen, da meine geliebten Halbschuhe nun endgueltig dahin sind - ich habe bereits zwei Paar Socken in ihnen kaputtgelaufen (daher musste ich auch meinen Sockenbestand heute auf..stocken). Heute Abend setzen wir uns in den Zug - und steigen erst am Sonntag wieder aus. Hier die Details: The Canadian, Toronto-Vancouver, 4 Tage, fast 4500km. Noch Fragen? :)
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