Zuvor allerdings ging es noch zu Fuss nach Chinatown, eine der groessten Chinatowns Nordamerikas, da sehr viele von Vancouvers Einwohnern asiatischer Herkunft sind. Umso beeindruckender war daher auch das Viertel an sich: Strassennamen sind uebersetzt, in den Laeden sind die Waren teilweise nur auf chinesisch (oder koreanisch/japanisch/vietnamesisch?) beschrieben und eigentlich fuehlt man sich nicht mehr wie in einem westlichen Land. Klar, das ist eigentlich in Chinatown immer so - ich habe bisher in jeder Stadt diesen Teil besucht - hier in Vancouver ist es aber immer noch ein bisschen mehr und ein bisschen groesser.
Abends hetzten wir dann noch ganz schnell vor Sonnenuntergang zum Strand, dem Sunset Beach im Westen der Stadt, um eben den Sunset dort stilecht zu geniessen. Wir haben zwar gefroren wie die Hunde, der Anblick hat das aber voellig entschaedigt :)Beim spaeteren Pubbesuch trafen wir uns mit Kai (26, maennlich, aus Muenster), den ich schon in Toronto im Hostel kennengelernt hatte. Zusammen besprachen wir die Plaene fuer die naechsten beiden Tage: ein Mietwagen muss her, um British Columbia zu erkunden!
Roadtrip, Day 1: Sea to Sky Highway (Number 99), Vancouver - Whistler. Diese wunderschoene Strecke fuehrt 100km an der Pazifikkueste entlang nach Norden in den beschaulichen Skiort Whistler, der bei der Olympiade 2010 massgeblich beteiligt war. Er erinnerte uns ein wenig an Nobelorte aus den Alpen wie St. Moritz, da alles einfach ziemlich exklusiv und teuer war. Abgesehen von einem kleinen Cafe, in dem ich endlich mal eine heisse Schokolade mit Marshmallows probiert habe, wie sich das in Nordamerika so gehoert :)
Fuer diese eigentlich so kurze Strecke haben wir durch zahlreiche Fotostopps und viele Kurven den ganzen Tag gebraucht.

Roadtrip, Day 2: Lougheed Highway (Number 7). Dieser Highway fuehrte uns an einem strahlenden Sonnentag wieder Richtung Osten in die Vorlaeufer der Rocky Mountains. Auf der Suche nach einem besonders schoenen Aussichtspunkt fuhren wir auf einen Berg - dessen Name mir leider entfallen ist - und landeten am Fusse eines Sessellifts, der leider noch nicht in Betrieb war. Daher beschlossen wir spontan, den Weg zum Gipfel einfach mal zu Fuss zurueckzulegen. Gesagt, getan - war aber dann doch nicht so einfach, da auf halber Strecke der "Weg" ploetzlich schneebedeckt war, was man von unten aus gar nicht gesehen hatte. Wir bissen aber die Zaehne zusammen und schafften es bis ganz nach oben und landeten in einem Schneeparadies, in dem wir uns eine Schneeballschlacht geliefert haetten, wenn wir nicht so viele Fotos haetten machen muessen (Konjunktive, ftw!).Der heutige Tag war eher weniger sonnig und eher ziemlich regnerisch, daher flohen Tim und ich in eine der groessten Malls Nordamerikas: Metropolis at Metrotown. Sie befindet sich in einem Vorort Vancouvers - Burnaby - und beherbergt 470 Geschaefte. Waehrend Tim sich seine (viel zu langen!) Haare stutzen liess, schwebte ich in diesem Paradies natuerlich auf Wolke 7 :)
Uebrigens habe ich heute auch bei der Bank mein laestiges Kleingeld in etwas weniger laestiges etwas groesseres Kleingeld getauscht: der ganze Handel ging um 35 ct. Wenn man sich am Anfang noch nicht mit dem Geld auskennt, legt man eben einfach einen Schein hin und bei dem ganzen Wechselgeld kommt dann einiges zusammen: ich hatte um die 25 Muenzen in meinem Kleingeldfach!
Fuer morgen hoffen wir auf besseres Wetter, um noch den Queen Elizabeth Park mit toller Aussicht auf Vancouver und ein paar weitere Viertel der Stadt erkunden zu koennen. Dann gehts auch schon wieder weiter und ich muss schweren Herzens Abschied nehmen - aber wir fahren nach Seattle (vorausgesetzt natuerlich, sie lassen uns ueber die Grenze ;), United States of America - I'm coming!
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